Örtliche Raumplanung

Eine unserer Hauptaufgaben ist die "klassische" Raumplanung, die sich vor allem mit Fragen der kommunalen Ebene beschäftigt und in diesem Zusammenhang Lösungen für die Schaffung von Bauland, für die Gestaltung von Siedlungsräumen, für die Neuorganisation des Verkehrs, für die Integration von Betriebsgebieten in bestehende Ortsstrukturen, u.ä. anbietet.

In unserem Team sind mehrere ausgebildete RaumplanerInnen (Studium Raumplanung und Raumordnung TU Wien), die sich seit Jahren mit diesen Fragestellungen beschäftigen und ihre Erfahrung und Kompetenz in die Arbeit einfließen lassen.

Konkrete Aufgabenstellungen in der örtlichen Raumplanung sind die Erstellung oder Änderung von örtlichen Entwicklungskonzepten, Flächenwidmungsplänen, Bebauungsplänen. Darüber hinaus sind wir im Bereich der Dorf- und Stadterneuerung tätig, bieten Unterstützung und Planung bei konkreten Gestaltungsaufgaben (Straßengestaltung, öffentliche Plätze, Friedhofserweiterung, u.ä.) und begleiten Gemeinden bei der Entwicklung der Gemeinde (Ausarbeitung der Kernkompetenzen der Gemeinde, Zielsetzungen für die Gemeinde konkretisieren, ...).

 

Entwicklungskonzepte

In einem Entwicklungskonzept wird auf örtlicher Ebene festgelegt, welche Schwerpunkte in der Gemeinde zu setzen sind, und in welche räumliche Dimension diese Entwicklung am besten zu lenken wäre. Damit wird ein langfristiges Handlungskonzept für die Gemeindevertretung erstellt, an dem sich zukünftige Planungen und Ideen orientieren können. Der Prognosezeitraum eines Entwicklungskonzeptes beträgt ca. 15 - 25 Jahre, abhängig von der örtlichen Entwicklungsdynamik.

 

Flächenwidmung

Im Flächenwidmungsplan wird (basierend auf einer umfangreichen Grundlagenforschung) festgelegt, wo unterschiedliche Widmungsarten (Bauland, Grünland, Verkehrsflächen) festzulegen sind und wie diese in einem harmonischen Verhältnis zueinander orientiert werden können, ohne dass Konflikte durch die unterschiedlichen Nutzungen entstehen. Um eine größtmögliche Transparenz und das Verständnis der Bevölkerung sicherzustellen, wird diese bereits von Beginn an immer intensiv in den Planungsprozess eingebunden.

 

Bebauungsplanung

Werden in einem Flächenwidmungsplan verschiedene Widmungsarten festgelegt, regelt der Bebauungsplan die Gestaltung der Baulandbereiche durch die detaillierte Festlegung der Straßenbreiten und Straßenausgestaltung, durch die Festlegung der Struktur der Bebauung (Bebauungshöhe, Bebauungsdichte, Bebauungsweise, zu bebauende Bereiche, etc.). Wurden in der Vergangenheit Bebauungspläne vorzugsweise für ganze Gemeinden erstellt, wird in den letzten Jahren oft nur für neue Siedlungsteile ein Teilbebauungsplan erarbeitet, um für eine geplante Ortserweiterung eine gut zum bestehenden Siedlungsgebiet passende Struktur zu sichern.

 

Dorf- und Stadterneuerung

Im Rahmen von Dorf- und Stadterneuerungsprojekten werden vor allem konzeptionelle Arbeiten durchgeführt im Zuge derer, aufbauend auf den Stärken und Schwächen, sowie den Chancen und Risiken, für die betroffene Gemeinde ein Leitbild zur weiteren Entwicklung und Ziele, sowie Maßnahmen erarbeitet werden. Diese Maßnahmen sollen auf der örtlichen Ebene soweit konkretisiert werden, dass eine Realisierung durch die Gemeindevertretung ermöglicht wird.

 

Gestaltungsplanung

Öffentliche Räume sind das Aushängeschild jeder Gemeinde und erfüllen wichtige Kommunikations- und Aufenthaltsfunktionen. Attraktive und gestalterisch unverwechselbare öffentliche Räume sind daher wesentlicher Bestandteil für die BewohnerInnen einer Gemeinde. Eine Planung muss daher auf die örtlichen Anforderungen abgestimmt werden. In öffentlichen Räumen (z. B. Hauptplätze, Straßenzüge, Kirchenvorplätze, Friedhof, Kfz-Abstellanlagen, Grün- und Parkanlagen) kann somit städtebauliche Gestaltungsplanung zur Erhöhung der Gestaltqualität beitragen.

 

Gemeindeentwicklung

Im Rahmen dieser Projekte ist die Festlegung eines Schwerpunktes der Gemeindeentwicklung vorrangig, um die jeweilige Gemeinde bestmöglich zu positionieren und Unterscheidungsmöglichkeiten für die BewohnerInnen und BesucherInnen zu ermöglichen. Dabei müssen die gegebenen Voraussetzungen und Entwicklungen berücksichtigt werden und daher in einem partizipativen Prozess die Bevölkerung bestmöglich integriert werden.

 

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